Stechapfel und Co.

Tollkirsche, Engelstrompete, Scopolamin, Atropin

   

Tollkirsche (Atropa bella-donna), Stechapfel (Datura strammonium), Engelstrompete (Datura suaveolens), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), Alraune (Mandragora offcinarum) und Krainer Tollkraut (Scopolia carniolica) enthalten ein Gemisch aus Hyoscyamin und Scopolamin. Beim Trocknen entsteht aus Hyoscyamin Atropin, was nur halb so giftig ist, da nur die L-Form wirksam ist.

Alle Pflanzenteile sind giftig. Bei der als Gartenpflanze beliebten südamerikanischen Engelstrompete sind die prächtigen Blüten, bei der Tollkirsche die Beeren am giftigsten. Wenige Tollkirschen oder nur Teile eine Blüte der Engelstrompete können tödlich sein.

Bei Tollkirsche und Tollkraut überwiegt eindeutig das Atropin mit seiner zentral erregenden Wirkung bis zum allmählichen Koma. Die anderen Arten enthalten sehr viel Scopolamin, dessen zentral dämpfende Wirkung im Vordergrund steht. 

Die Tropan-Alkaloide werden bei uns mittels HPLC analysiert.

 

 

 

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