Ketamin 

Ketaminhydrochlorid, "K", "Ket", "Special K", "synthetisches Kokain", "Vitamin K"

Ketamin ist ein ein Anästhetikum (Narkosemittel) das i.v. oder i.m. injiziert werden kann. Missbräuchlich wird es in der Regel oral aufgenommen (meist als Pulver oder Tabletten).

Wird Ketamin i.v. injiziert tritt binnen einer Minute eine generelle Analgie (Schmerzlosigkeit) ein, die von einer Bewusstlosigkeit begleitet wird (etwa 10 Minuten andauernd). Die Schmerzunempfindlichkeit hält etwa 20 bis 30 Minuten an, während der Patient teilnahmslos dahindöst. Die Narkose kann durch weitere Injektionen verlängert werden. 

Beim Abklingen der Narkosewirkung erlebt der Patient oft halluzinatorische Erscheinungen mit phantastischen Farben und Formen, schwereloses Schweben im Raum und alptraumartige Szenen. Für diese "bad trips" besteht später keine Amnesie, das heißt der Patient erinnert sich an diese Träume, jedoch nicht an die Vorgänge die sich während dieser Phase ereignet haben. Meistens möchten Patienten nicht nochmals mit Ketamin narkotisiert werden. Bei Kindern und älteren Menschen bleiben diese halluzinogenen Wirkungen merkwürdigerweise aus. Um die unangenehmen Wirkungen zu dämpfen werden zusätzlich weitere Medikamente wie zum Beispiel Diazepam gegeben. Traumatische Schmerzen nach Unfällen werden mit Ketaminnarkosen direkt am Unfallort behandelt. In der Kinderchirurgie wird die starke analgetische Wirkung zum Beispiel bei Verbrennungsverletzungen ausgenützt. 

Missbräuchlich wird Ketamin als klare Flüssigkeit, häufiger jedoch als weißes Pulver oder als Tabletten vertrieben. Meist wird es oral konsumiert, kann jedoch auch nasal aufgenommen werden. Ketamin wird auch Beimengungen in Ecstasy-Pillen gefunden. Kombiniert mit anderen Drogen wie zum Beispiel Amphetamin ("Speed"), LSD oder Alkohol kommt es zu erheblichen Wechselwirkungen.

Ketamin als Droge wirkt sehr schnell und heftig. Oft kommt es zu Überdosierungen. Oral aufgenommen treten die Wirkungen nach etwa 15 Minuten ein. Nasal aufgenommen nach etwa 5 Minuten, intramuskulär nach 2 Minuten, intravenös unmittelbar. Der Konsument kann sein Bewusstsein noch während der Injektion verlieren. 

Die als angenehm beschriebene Wirkung als "Kick" hält nur einige Sekunden an. Es folgen zum Teil schreckliche Horrorvisionen begleitet von körperlichen Unwohlsein, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Gedächtnisverluste und "Flashbacks" können noch nach Jahren auftreten. Aufgrund der Schmerzunempfindlichkeit besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. 

Ketamin und Norketamin  wird im Labor mittels HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) nachgewiesen.  

 

 

 

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