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Analyse und Differenzierung |
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Bestätigungsverfahren Gaschromatographie/Massenspektrometrie am Beispiel einer Opiatanalyse |
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Der Opiatnachweis im immunologischen Screeningtest ist ein Gruppentest, bei dem alle Opiate und Morphine sozusagen unspezifisch reagieren. Diese Gruppenteste gibt es auch für Benzodiazepine, Barbiturate und Amphetamine. Findet sich im Screeningtest ein positives Ergebnis, muss eine weitere spezifischere Analyse folgen. Als erstes müssen die einzelnen möglichen Substanzen identifiziert werden, da unterschiedliche Nachweise einen völlig anderen Zusammenhang bilden können und somit der Befund eine völlig andere Aussagekraft hat. Zudem muss ausgeschlossen werden, dass nicht ähnliche Substanzen eine unspezifische Reaktion ausgelöst haben. Diese unspezifischen Kreuzreaktionen können bei immunologischen Verfahren nie ausgeschlossen werden. Die Methode der Wahl ist hierbei die Gaschromatographie-Massenspektrometrie. |
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Der Nachweis von Morphin in Urin oder Serum lässt keinesfalls auf einen Heroinkonsum schließen. Wird nur Morphin alleine in der Probe gefunden kann Codein, reines Morphin oder auch Heroin die Ausgangssubstanz sein. Alle Substanzen werden zu Morphin abgebaut und ist gewissermaßen am längsten nachweisbar. Es ist sogar denkbar, dass ein kurz vor der Urinabgabe verzehrter Mohnkuchen dieses Morphin freigesetzt hat. Wird zusammen mit Morphin auch Codein nachgewiesen, kann von einem Codeingebrauch ausgegangen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass Codein auch als "Verunreinigung" in Heroin oder Opium enthalten ist. Findet sich zum Morphin noch das 6-Acetyl-Morphin (Heroinmetabolit) kann von einem Heroinkonsum ausgegangen werden. Jedoch ist dieser Metabolit nicht lange nachweiar. Zusätzlich werden bei uns noch weitere Heroininhaltsstoffe wie Noscapin, Meconin und Papaverin miterfasst. So kann zum Beispiel ein gerauchtes Heroin nach 3 Tagen kein Nachweis von 6-Acetyl-Morphin erzeugen, der Nachweis dieser Inhaltsstoffe jedoch zumindest auf einen Heroinkonsum deuten. Dihydrocodein kann im Körper nicht zu Morphin abgebaut werden. Dihydrocodein wird teilweise unverändert ausgeschieden aber auch zu Nordihydrocodein, Dihydromorphin und Nordihydromorphin metabolisiert.
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Gaschromatograph mit massenselektivem Detektor, automatischer Probenvorbereitung und Probeninjektion |
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Gaschromatographie-Massenspektrometrie |
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Für die gaschromatographische Analyse müssen die Proben einer speziellen Vorbereitung unterzogen werden. Im Falle einer Opiatbestätigung wird die Urinprobe hydrollisiert und durch eine Festphasenextraktion von überflüssigen Bestandteilen gereinigt. Das Eluat dieser Extraktion wird eingeengt und derivatisert. Dieses hochspezifische Konzentrat kann nun in den Gaschromatographen eingebracht werden. Stark vereinfacht beschrieben wird die Probe verdampft, in einer Kapillarsäule in seine einzelnen Bestandteile aufgetrennt und danach in den Detektor überführt. Dieser massenspektrometrische Detektor trennt die Substanzen in seine einzelnen Moleküle und stellt diese dar. Jede Substanz hat aufgrund seiner molekularen Struktur ein ganz spezifisches Spektrum. In etwa vergleichbar mit einen Fingerabdruck. Das Spektrum wird mit einer speziellen Software mit einigen 100.000 bekannten Spektren verglichen. Kommt es zu einer Übereinstimmung ist die Substanz identifiziert. Hier das Beispiel einer solchen Analyse. Vorausgegangen war ein deutlich positives Ergebnis im immunologischen Screeningtest von mehr als 10000 ng/ml Opiate/Morphine.
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Ein typisches Chromatogramm eines Opiaturines.
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Erfolgt eine Filterung der für 6-Acetyl-Morphin typischen Massen erscheinen deutlich zwei auffällige Peaks
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Unter dem ersten Peak zeigt sich das typische Massenspektrum für den Heroinmetabolit 6-Acetyl-Morphin.
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Unter dem zweiten Peak konnte der weitere Heroinmetabolit 3-Acetyl-Morphin identifiziert werden.
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In diesem Urin eines Heroinkonsumenten konnte zudem noch Morphin, Codein (vermutlich als Verunreinigung im Heroin), Meconin und Papaverin nachgewiesen werden.
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